Tagesablauf von Flo
Treffpunkt morgens, 6.55 Uhr in der Arbeitsvorbereitung der Gas-, Wärme- und Wasser-Abteilung im ersten Untergeschoss an der Industriestrasse 6 in Thun. Die erste Tasse Kaffee intus, ist das Team der Rohrnetzmonteure bereit fürs Tagesbriefing. Die Wochenplanung steht, Pläne und Zeiten werden abgesprochen, meistens im Zweierteam. Die Fahrzeuge sind mit nötigem Material und Werkzeug aus- gestattet. Leitender Monteur Wärme und Wassernetzbau ist Florian Rämi, Rufname Flo.
Nach seiner Lehre als Sanitärmonteur, dem Militär und einem halben Jahr auf Reisen, konnte er wieder bei seinem Ausbildungsunternehmen als Servicemonteur arbeiten. Dann vor 15 Jahren hat er sich bei der Energie Thun AG beworben und ist seither Rohrnetzmonteur für die Bereiche Gas und Wasser. Die Arbeitszeiten sind geregelt und die Einsätze auf den Baustellen finden zu Zeiten statt, die den luxuriösen Arbeitsschluss um spätestens 17.00 Uhr erlauben. Die Arbeiten sind abhängig von den sonstigen Baustellenfortschritten, jedoch meistens gut plan- und einteilbar. Ausgenommen beim etwa fünfmal im Jahr stattfindenden Pikettbereitschaftsdienst. Da kann’s ausnahmsweise einen 12-Stunden Tag geben, denn Wasserrohrbrüche oder Gaslecks halten sich nicht an «Öffnungszeiten». Jeder Pikettbereitschaftsdienst wird entweder finanziell oder mit entsprechenden freien Tagen abgegolten. Weiterbildungen gehören ebenfalls zur Arbeit. Regelmässig können Kurse zu fachspezifischen Themen und auch zur Arbeitssicherheit besucht werden.
Flo und natürlich auch alle anderen Festangestellten der Energie Thun AG haben bis zu sechs unterschiedliche Arbeitszeitmodelle zur Auswahl. Bei einem der Modelle arbeitet man beispielsweise zwölf Minuten pro Tag länger und hat dafür fünfeinhalb Ferientage zusätzlich im Jahr.
Sammelt sich zudem Gleit- und Überzeit durch Pikettbereitschaftsdienst oder aufgrund anderer Wochenendeinsätze an, kann schnell einmal von acht oder mehr Ferienwochen pro Jahr profitiert werden. Unter anderem auch deshalb konnte Flo mit seiner Frau eine ausgiebige Hochzeitsreise unternehmen und ihrer gemeinsamen Leidenschaft, dem Reisen, frönen. Natürlich hat Flo nicht nur
Ferien. Wie in jeder Anstellung müssen diese erarbeitet werden. Bei seiner Arbeit ist Teamwork und somit auch die gute Stimmung im Team sehr wichtig. Wie überall hat das Arbeitsklima Auswirkungen auf die gesamte Firma. Seit sieben Jahren ist Flo Mitglied in der vierköpfigen Betriebskommission und kann dadurch beispielsweise beim Thema Arbeitsbedingungen mitdiskutieren oder eben, Aktivitäten fürs Arbeitsklima mitbestimmen. Zu Beginn seiner ersten Amtszeit war der Gesamtarbeitsvertrag Hauptthema, bei welchem in diversen Knackpunkten ein Konsens gefunden werden musste. Der Betriebskommission ist auch unser gemütliches «Eiertütschen» am Gründonnerstag nach Ladenschluss zu verdanken, welches das Gesellige nebst der Arbeit fördert.
Apropos «nebst der Arbeit»: Flo hat vor zwei Jahren das Laufen wiederentdeckt – nachdem seine Frau einen Startplatz am Thuner Stadtlauf gewonnen und ihn ohne sein Wissen angemeldet hat. Mittlerweile will er sich jeweils selbst unterbieten, so auch am SwissCityMarathon Luzern, Grand Prix Bern oder am Glacier 3000 Run. Da bedarf es etwas Training, wofür manchmal die Mittagspause eingesetzt wird. Auf diese Weise schlägt er zwei Fliegen mit einer Klappe und hat abends trainingsfreie Zeit für die Familie.
Das Familienleben ist ihm sehr wichtig und auf diese Weise kann er an den Hobbies seiner Tochter teilnehmen und sie mit viel Engagement unterstützen. Für die Tochter hatte Flo damals fünf Tage Vaterschaftsurlaub. Dank den neuen Anstellungsbedingungen sind dies heute 15 Tage. Seither kommt die Familie nebst der gesetzlichen Familienzulage auch in den Genuss einer Betreuungszulage.
In den letzten 15 Jahren haben sich die Anstellungsbedingungen sehr weiterentwickelt und den Zusammenhalt in der Energie Thun AG gestärkt. Büro und Monteure sind zwar immer noch in «gefühlt anderen Sphären» tätig. Verständnis wird aber stetig gefördert, so auch mit einem Tag Jobtausch, an dem die jeweiligen Bereiche einander Einblick in ihr Aufgabengebiet ermöglichen. Unter anderem auch diese positive Entwicklung schätzt Flo sehr und ob er nochmals 15 Jahre oder noch länger unserem Betrieb erhalten bleibt, wird sich zeigen. Die Weichen beziehungsweise im branchenübertragenen Sinn eher die Rohrleitungen sind momentan definitiv richtig gelegt.

